Seit den 1960er-Jahren haben sich immer wieder ehemalige Narren der Narrizella Ratoldi und engagierte Bürger zusammengeschlossen, um die Fastnacht ideell und materiell zu unterstützen. Aus einer Idee von Lothar Rapp und der Umsetzung durch Horst Zimmer entstand 1995 die Gruppe der Junker von Hohenfriedingen, die diese Aufgaben bis heute weiterführt.
Die Junker engagieren sich unter anderem bei Projekten wie der Verlegung des Kappedeschlebrunnens in die Poststraße sowie bei der Einrichtung der Zunftstube im Zunfthaus. Besonders ehemalige Narrenräte fanden hier eine Möglichkeit, weiterhin aktiv am Zunftleben teilzunehmen.
Der Name bezieht sich auf das Friedinger Schlössle auf dem Hohenfriedingen, das historisch zur Stadt Radolfzell gehört und somit den lokalen Bezug der Gruppe unterstreicht. Die in einer Jubiläumsschrift augenzwinkernd verwendete Bezeichnung „Junker“ wird dabei selbstironisch reflektiert und zugleich mit historischem Bezug erläutert.
Damit verstehen sich die Junker von Hohenfriedingen als feste und bodenständige Unterstützer der Narrizella Ratoldi und der Radolfzeller Fastnacht.
Die Junker von Hohenfriedingen im Jahr 2015
Stadtkapelle Radolfzell